Neue Abteilung im 1. Judo-Club Nieder-Roden

Brazilian Jiu-Jitsu im 1.Judo-Club Nieder-Roden/Rodgau e.V. – Kursstart am 15.04.2026

Brazilian Jiu-Jitsu (BJJ) ist eine moderne Kampfsportart mit Wurzeln im Judo und Jiu-Jitsu.

Brazilian Jiu-Jitsu zeichnet sich durch große technische Vielfalt aus. Jeder Praktizierende kann mit der Zeit seinen eigenen, zu ihm passenden Stil entwickeln. Wegen der strategischen Herangehensweise, in der jede Position, Bewegung und Reaktion entscheidend sein kann, vergleichen viele den Sport mit Schach.

Im Gegensatz zu klassischen Vollkontakt-Kampfsportarten gibt es im der „sanften“ Sportart BJJ keine Schlag- oder Tritttechniken und ist daher für jedes Alter und Geschlecht geeignet.

Ziel ist es, den Gegner durch Hebel- oder Würgetechniken zur Aufgabe zu zwingen oder nach Ablauf der Kampfzeit durch Punkte zu gewinnen. Ein Kampf beginnt im Stehen, verlagert sich jedoch meist schnell auf den Boden. BJJ ist vor allem Bodenkampf.

Trainiert wird sowohl im Gi (Kimono) als auch im No-Gi, also in reißfester, eng anliegender Sport-bzw. Funktionskleidung, also alles ohne Reißverschlüsse oder Knöpfe.

BJJ ist ein intensiver Kontaktsport. Gute Körperhygiene und kurz gehaltene Finger- und Fußnägel sind wichtig. Wie auch in allen anderen Kampfkünsten sind vor dem Training alle sichtbaren Köperschmuckstücke abzulegen, eventuelle Haarhalter nur ohne Metall erlaubt.

Im Training soll der Fokus auf dem gemeinschaftlichen Miteinander, dem technischen Lernen und der persönlichen Entwicklung liegen. Der Kurs richtet sich an Interessierte ab 18 Jahre, die Brazilian Jiu-Jitsu in einer offenen und respektvollen Trainingsatmosphäre kennenlernen möchten. Der Wettkampf als solcher steht dabei nicht im Vordergrund.

Für Vorab-Interessierte werden Schnuppertage angeboten: sowohl am 11.04.2026 als auch am 18.04.2026, jeweils von 11:00 Uhr bis 12:30 Uhr.

Der offizielle Start-Termin dieser neuen Abteilung ist am 15.04.2026 um 18:00 Uhr.

Weiterführende und vertiefende Information sind unter BJJ@rodgaujudo.de erhältlich.

Judo-Sommerschule 2026 in Nieder-Roden

In der letzten Woche der hessischen Sommerferien 2026 findet die Judo-Sommerschule statt.

Am 02.08.2026, ab 15:00 Uhr, ist die Anreise für Zeltplatzbesucher vorgesehen, ab dem 03.08.2026 bis zum 07.08.2026 schließen sich die Mattenzeiten an.

Dieses Jahr wird uns erneut Yoshihiko Iura (8.Dan Kodokan) die Ehre geben und uns vertiefende Aspekte zu verschiedenen Kata vermitteln.

Ebenfalls freuen wir uns wieder auf 3 spannende Tage (4 Einheiten) mit Anna-Maria Wagner (5.Dan), 2-malige Weltmeisterin sowie Fahnenträgerin der Deutschen Olympia-Mannschaft 2024 in Paris. Den Schwerpunkt bilden Wettkampf-Techniken. Um genau zu sein: ihre Spezialtechnik(en).

Komplettiert wird das Trainerteam durch Ernst Zimmerer (4.Dan).

Weitere Einzelheiten zur Veranstaltung sowie der vorbehaltliche Zeitplan in der hier beigefügten Ausschreibung.

Wir wünschen allen Teilnehmenden (aktiven, Betreuern und Gästen) eine spannende und lehrreiche Woche.
Der Vorstand

Sportliche und organisatorische Vorbilder

Stadt Rodgau verleiht Ehrenbriefe an sechs Engagierte – Judo, Fußball und Fastnachtswagen

Rodgau – Auf Rasen, Matte und Bühne haben sie sich mit Ausdauer und Qualifikation engagiert. Jetzt haben sechs begeisterte Sportler, die auch Verantwortung in der Vereinsführung übernommen haben, den Ehrenbrief der Stadt Rodgau erhalten. Stadtrat Winno Sahm stellte die Preisträger bei der Sportlerehrung im Bürgerhaus Dudenhofen vor.

1971 eröffnete die Turngemeinde Nieder-Roden ihre Judoabteilung. Gleich beim ersten Training war der damals 15-Jährige Ulrich Lenz dabei, „voller Motivation auf der Matte“, beschrieb Sahm. Lenz assistierte bald dem Trainer. 1974 wechselte die Abteilung als 1. Judo-Club Nieder-Roden in die Eigenständigkeit. Der Geehrte war seinerzeit noch nicht volljährig, doch zwei Jahre später konnte er dem jungen Verein als Beisitzer im Vorstand dienen. Später arbeitete er als Sportleiter Judo und als Gesamtsportleiter mit. 1989 wählte die Versammlung Lenz zum Ersten Vorsitzenden, was den Kampfrichter über Rodgau hinaus bekannt machte. Er trainierte in Verbands- und Bundesliga, errang mit der Mannschaft zahlreiche Erfolge. Mit Werner Stolz rief er 1981 den Hirano-Lehrgang ins Leben, der bereits zum 42. Mal stattfand. In 27 Jahren Vorstandstätigkeiten prägte Lenz Judo in Rodgau und darüber hinaus.

In Frankfurt aufgewachsen kam der junge Kfz-Meister und Testfahrer nach Nieder-Roden. Damals trug Günter Ullmer schon einen farbigen Judogürtel und den braunen in Taekwondo. 1976 wurde er erster Trainer in dieser Disziplin und blieb 23 Jahre beim 1. Judo-Club in Nieder-Roden. Auch als er zugunsten seiner jungen Familie kürzertrat, stand er als Helfer bereit. Seit mehr als 30 Jahren steht er zudem auf der Bühne des Welttheaters, singt bei der Germania Dudenhofen und macht Tai-chi.

Er kickte seit 1975 im Trikot des Turn- und Sportvereins Dudenhofen, trainierte ab 1980 Jugendteams und ab ‘89 die erste Mannschaft. Hans Wehner war Vorsitzender des Spielausschusses, Beisitzer im Verwaltungsrat, Abteilungsleiter und wurde 2001 zum stellvertretenden Vorsitzender des Gesamtvereins gewählt.Von 2004 bis ‘16 war er einer von drei Vorsitzenden, seit dem vergangenen November ist er Ehrenmitglied des TSV, wirkte auch beim Bau des Kunstrasenplatzes in Dudenhofen mit.

Karl-Heinz Matzen war von 1999 bis 2024 Spartenleiter des Wirtschaufsausschusses, daneben Wanderwart. Er arbeitete in der Geschäftsstelle der SKG Rodgau mit und ist seit mehr als 30 Jahren der „Postbote“ des Vereins. Matzen fährt täglich die Post an die Mitglieder aus und erspart der Gemeinschaft Portokosten. „Er kennt fast alle Adressen der Mitglieder auswendig“, staunte Sahm. „Mit 90 Jahren ist Karl-Heinz Matzen glücklich, diesen Dienst ausüben zu können.“

Vor 41 Jahren stieß Stefan Schwab zum TSV Dudenhofen. Als Trainer führt er E- bis G-Jugend-Mannschaften, mit der zweiten Fußball-Mannschaft wurde er Meister, danach saß er 22 Jahre für die Alten Herren im Abteilungsvorstand. Als aktiver Spieler mit 450 Einsätzen übertrumpfe er Rekord-Nationalsspieler Lothar Matthäus, scherzte Laudator Sahm. Ab 1998 war Schwab Schriftführer in der Abteilung, später im Gesamtvorstand. Auch in Sachen Kunstrasen und Hallenbau wirkte er mit.

44 Jahre ist er in der SKG und Vorgängervereinen aktiv. Von Anbeginn setzte sich Wolfgang Fisch im Bauausschuss ein, ab 1982 war er Spartenleiter des Liegenschaftsausschusses, der alle Gebäude des Vereins betreut. Von 1982 bis 2004 leitete er den Bauausschuss Karneval, der die Fastnachtswagen kreiert, und sorgte für die technische Sicherheit während des Umzugs. M.

Der komplette Artikel ist abrufbar unter https://rodgaujudo.de/wp-content/uploads/2026/03/OP-06.03.2026-Sportliche-und-organisatorische-Vorbilder.pdf

Kata Intensiv Nieder-Roden 2026

Der traditionelle Kata Intensiv-Workshop des 1. JC Nieder-Roden / Rodgau e.V. findet in diesem Jahr am 13. Juni 2026, beginnend um 10:00 Uhr, statt.

Es werden die unten angeführten Kodokan Kata unterrichtet. Alle Kata werden in der jeweils gültigen Kodokan-Version erläutert und geschult, ebenso wird auf die Entstehungsgeschichten sowie die aktuellen Bewertungskriterien von Meisterschaften eingegangen.

Die Referenten für Samstag (Sonnabend) sind:

  • Ju no kata                    Christoph Lohmer, Matthias Birk
  • Kime no kata               Michael Hoffmann, Dieter Münnekhoff
  • Kodokan goshin jutsu  Andreas Freimuth, Eike Schmidt
  • Nage no kata               Immo Schmidt, Jochen Müller

Der Lehrgang richtet sich an alle Judoka vom 4. Kyu an bis hin zu hohen Dan-Graden. Kenntnisse der gewählten Kata sind nicht Voraussetzung, aber wünschenswert.

Die Zahl der teilnehmenden Judoka wird begrenzt. Über die Teilnahme entscheiden die zeitliche Folge der Anmeldungen und die rechtzeitige Zahlung der Teilnehmergebühr.

Weitere Einzelheiten in der hier beigefügten Ausschreibung.

Aikido-Lehrgang am 7./8. Februar 2026: Revival in der Region

Endlich wieder einmal ein Aikido-Lehrgang in der Region – von unserem Club mitorganisiert, getragen und ordentlich besucht: mit Volker Marczona (6. Dan, Moers) am Wochenende 7./8. Februar 2026 in der Großsporthalle Rüsselsheim.

Nach längerer Meditation erholt sich auch die Lehrgangs-Aktivität im Aikido wieder. Das gilt auch für unsere Stilrichtung Tendoryu-Aikido. Gemeinsam mit engagierten Aikidoka aus Rüsselsheim, Mainz, Bad Kreuznach und Pirmasens haben wir kurzfristig wieder einen Lehrgang in Rüsselsheim organisieren zu können.

Im Tendoryu-Aikido bzw. im Aikido selbst gibt es keine Wettkämpfe. Hier übt man Techniken, die man aus den Sport-Budoarten verbannt hat. Aikido zu lernen und zu entwickeln funktioniert nur kooperativ. Es geht darum, den Impuls des „Angreifers“ aufzugreifen, ihn führen und in eine Hebelfixierung zu bringen. Das geht nur schadensfrei, wenn Uke und Shite zusammenwirken. Mangels Wettkämpfen sind Aikidoka auf Lehrgänge angewiesen, um sich sportlich auszutauschen, zu orientieren und neue Impulse zu bekommen. 

Neben Teilnehmern aus diesen Dojos beehrten uns einzelne Aikidoka aus dem Rhein-Main-Gebiet und vom Niederrhein, aus Würzburg oder Berlin, so dass wir Teilnehmer aus ganz Deutschland auf den Matten hatten – nicht nur, aber vor allem aus unserer Stilrichtung Tendoryu-Aikido.

Geleitet wurde der Lehrgang von Volker Marczona, 6. DAN im Tendoryu-Aikido aus Moers, der uns auch schon in der Vergangenheit in Nieder-Roden besucht hat. Sein Trainingskonzept sorgte für eine entspannte Atmosphäre, anschauliche Erklärungen und inspirierende Techniken.

Dieser erste regionale Aikido-Lehrgang mit unserem Club seit Jahren sollte uns neuen Aufwind geben. Wir freuen uns darauf, alte und hoffentlich auch neue Gesichter beim nächsten Lehrgang begrüßen zu dürfen.

Im Folgenden eine Ausschreibung für einen weiteren organisierten Lehrgang in Rüsselsheim mit unserem Landestrainer Robert Hundshammer: