Stadt Rodgau verleiht Ehrenbriefe an sechs Engagierte – Judo, Fußball und Fastnachtswagen
Rodgau – Auf Rasen, Matte und Bühne haben sie sich mit Ausdauer und Qualifikation engagiert. Jetzt haben sechs begeisterte Sportler, die auch Verantwortung in der Vereinsführung übernommen haben, den Ehrenbrief der Stadt Rodgau erhalten. Stadtrat Winno Sahm stellte die Preisträger bei der Sportlerehrung im Bürgerhaus Dudenhofen vor.
1971 eröffnete die Turngemeinde Nieder-Roden ihre Judoabteilung. Gleich beim ersten Training war der damals 15-Jährige Ulrich Lenz dabei, „voller Motivation auf der Matte“, beschrieb Sahm. Lenz assistierte bald dem Trainer. 1974 wechselte die Abteilung als 1. Judo-Club Nieder-Roden in die Eigenständigkeit. Der Geehrte war seinerzeit noch nicht volljährig, doch zwei Jahre später konnte er dem jungen Verein als Beisitzer im Vorstand dienen. Später arbeitete er als Sportleiter Judo und als Gesamtsportleiter mit. 1989 wählte die Versammlung Lenz zum Ersten Vorsitzenden, was den Kampfrichter über Rodgau hinaus bekannt machte. Er trainierte in Verbands- und Bundesliga, errang mit der Mannschaft zahlreiche Erfolge. Mit Werner Stolz rief er 1981 den Hirano-Lehrgang ins Leben, der bereits zum 42. Mal stattfand. In 27 Jahren Vorstandstätigkeiten prägte Lenz Judo in Rodgau und darüber hinaus.
In Frankfurt aufgewachsen kam der junge Kfz-Meister und Testfahrer nach Nieder-Roden. Damals trug Günter Ullmer schon einen farbigen Judogürtel und den braunen in Taekwondo. 1976 wurde er erster Trainer in dieser Disziplin und blieb 23 Jahre beim 1. Judo-Club in Nieder-Roden. Auch als er zugunsten seiner jungen Familie kürzertrat, stand er als Helfer bereit. Seit mehr als 30 Jahren steht er zudem auf der Bühne des Welttheaters, singt bei der Germania Dudenhofen und macht Tai-chi.
Er kickte seit 1975 im Trikot des Turn- und Sportvereins Dudenhofen, trainierte ab 1980 Jugendteams und ab ‘89 die erste Mannschaft. Hans Wehner war Vorsitzender des Spielausschusses, Beisitzer im Verwaltungsrat, Abteilungsleiter und wurde 2001 zum stellvertretenden Vorsitzender des Gesamtvereins gewählt.Von 2004 bis ‘16 war er einer von drei Vorsitzenden, seit dem vergangenen November ist er Ehrenmitglied des TSV, wirkte auch beim Bau des Kunstrasenplatzes in Dudenhofen mit.
Karl-Heinz Matzen war von 1999 bis 2024 Spartenleiter des Wirtschaufsausschusses, daneben Wanderwart. Er arbeitete in der Geschäftsstelle der SKG Rodgau mit und ist seit mehr als 30 Jahren der „Postbote“ des Vereins. Matzen fährt täglich die Post an die Mitglieder aus und erspart der Gemeinschaft Portokosten. „Er kennt fast alle Adressen der Mitglieder auswendig“, staunte Sahm. „Mit 90 Jahren ist Karl-Heinz Matzen glücklich, diesen Dienst ausüben zu können.“
Vor 41 Jahren stieß Stefan Schwab zum TSV Dudenhofen. Als Trainer führt er E- bis G-Jugend-Mannschaften, mit der zweiten Fußball-Mannschaft wurde er Meister, danach saß er 22 Jahre für die Alten Herren im Abteilungsvorstand. Als aktiver Spieler mit 450 Einsätzen übertrumpfe er Rekord-Nationalsspieler Lothar Matthäus, scherzte Laudator Sahm. Ab 1998 war Schwab Schriftführer in der Abteilung, später im Gesamtvorstand. Auch in Sachen Kunstrasen und Hallenbau wirkte er mit.
44 Jahre ist er in der SKG und Vorgängervereinen aktiv. Von Anbeginn setzte sich Wolfgang Fisch im Bauausschuss ein, ab 1982 war er Spartenleiter des Liegenschaftsausschusses, der alle Gebäude des Vereins betreut. Von 1982 bis 2004 leitete er den Bauausschuss Karneval, der die Fastnachtswagen kreiert, und sorgte für die technische Sicherheit während des Umzugs. M.
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