Tae Kwon Do

Wie entstand die koreanische Kampfkunst Taekwondo?

Taekwondo wurde vor etwa 2000 Jahren in Südkorea entwickelt.

  • „Tae“       bedeutet mit dem Fuß zerstören,
  • „kwon“    bedeutet mit der Hand zerschmettern und
  • „Do“        bedeutet der geistige Weg.

In vielen Ländern wurden verschiedene Kampfkünste gelehrt und entwickelt. In Korea sticht eine sehr bedeutsame Kampfkunst hervor, die später als Taekwondo bezeichnet wird. Die Kampfkunst Taekwondo gilt als über 4000 Jahre alt und ist somit die älteste Kampfkunst in Ostasien. Nach der Unabhängigkeit Koreas im Jahr 1945 kehrten einige Koreaner zurück in ihr Heimatland, die in Japan und der Mandschurei japanisches Karate gelernt hatten. Sie eröffneten die fünf ursprünglichen Kampfkunst-Schulen, aus denen später das Taekwondo entstehen sollte. Doch der eigentliche Ursprung des Taekwondo liegt in den ersten Jahrhunderten vor Christus. Das Gebiet des heutigen Korea war in 3 Königreiche unterteilt. Diese 3 Königreiche hießen Silla, Kogurya und Baek Je und waren stets in ständige militärische Auseinandersetzung verwickelt. In Silla, dem Kleinsten der 3 Königreiche, bildeten sie Elitetruppen zur Verteidigung des Vaterlandes aus. Diese Truppen nannte man Hwa Rang Do Krieger. Sie übten sich nicht nur in den üblichen Waffen wie Pfeil und Bogen, Schwert und Speer, sondern auch in geistiger und körperlicher Disziplin aus. Des Weiteren beherrschten sie auch 2 verschiedene Arten des Hand- und Fußkampfes: Soo Bak Gi (Faustkampf) und Taek Kyon (Fußkampf).

Taekwondo in Deutschland

Taekwondo wurde ab 1965 durch die Großmeister Choi Hong Hi und Kwon Jae Hwa auch im deutschsprachigen Raum verbreitet.

Ziele im Taekwondo

Das oberste Ziel vom Taekwondo ist es, Körper und Geist in Einklang zu bringen. Die Kampfkunst Taekwondo ist für Jung und Alt, für Körper und Geist geeignet. Sie ist dazu da, dass jeder seine körperlichen und mentale Grenzen erkennt. Gefördert werden im Taekwondo körperliche Fitness, Disziplin, Selbstvertrauen, Ausdauer und Beweglichkeit.

Verbände im Taekwondo

Zu Taekwondo in Deutschland gehört der DTU Verband (Deutsche Taekwondo Union), der einzige in Deutschland anerkannte Fachsportverband für Olympisches Taekwondo. Es gibt ebenfalls den Verband  WTF (World-Taekwondo-Federation). In Hessen wird Taekwondo durch die HTU (Hessen-Taekwondo-Union) repräsentiert.

Die Etikette

In Asien ist es weit bekannt, dass Respekt und Formwahrung eine große Rolle im täglichen Leben darstellt. Da recht viele Kampfkünste vom großen Kontinent Asiens stammen, spielt auch hier Respekt und Formwahrung eine große Rolle. Vor dem Betreten und Verlassen des Übungsraumes, den sogenannten Dojang, ist es üblich sich zu verbeugen. Damit betritt man die Schwelle des Alltags zum Training und umgekehrt. Des Weiteren begrüßt man die Fahne, um den Ursprungs- und Gastgeberland Respekt zu erweisen. Zu Beginn und Ende der Übungsstunde und vor und nach der Partnerübung ist es ebenfalls üblich sich vor dem jeweiligen Großmeister und Schülern zu verbeugen, um den nötigen Respekt unf Höflichkeit zu zeigen.

Der Taekwondo Anzug, auch genannt Dobok, ist ein Anzug aus einem leichten weißen Stoff, der aus einer Jacke, auch genannt Sang-I und aus einer Hose, auch genannt Hang-I und aus einem Gürtel, auch genannt Ty, besteht. Zu der Grundbekleidung kommen ggf. Schutzausrüstung,für den Wettkampf hinzu.

Die fünf Disziplinen

Der Wettkampf

Eine der fünf Disziplinen in Taekwondo ist der Vollkontakt- Wettkampf. Im Wettkampf geht es darum, den Gegner durch einen technischen K.O außer Gefecht zu setzen oder auch durch eine höhere Punktzahl außer Gefecht zu setzen. Einen Bauchbereich Treffer, der auf die Schutzweste gelingt, bringt einen Punkt. Einen Tritt gegen den Kopf bzw. Gesicht bringen drei Punkte. Für Drehungen gibt es zusätzlich jeweils einen Punkt. Die Punkte werden auf einer elektrischen Tafel festgehalten. Einen halben Minuspunkt gibt es für einen Tiefschlag, für unsportliches Verhalten während dem Kampf, für aggressives Verhalten, für sprechen bzw. Beleidigungen während dem Kampf. Erlaubt ist nur der sogenannte „Kampfschrei“. Man bekommt für das Verlassen der Kampffläche einen halben Minuspunkt und für das Runterfallen ebenfalls. Erlaubt ist es nur mit den Füßen den Kopf zu schlagen und den Bauch. Mit der Faust darf man ebenfalls nur den Bauch berühren bzw. schlagen. Einen Minuspunkt bekommt man auch, wenn man seinen Gegner absichtlich verletzt wie z.B. einen Faustschlag ins Gesicht. Die Kampfzeit beträgt 2x 2min. mit 30sek. Pause oder 3x 1,3min. & 2x 1,3min. mit ebenfalls 30 Sekunden Pause. Die Kampffläche beträgt 8×8 Meter. Es gibt zwei Gruppierungen im Wettkampf. Die erste Gruppe nennt sich LK2 „Leistungs klasse2“ und gehört zu den Amateuren, die im Einstieg sind und so etwas wie eine Vorbereitung für die Fortgeschrittene Gruppe ist. LK2 ist eine Gruppierung die vom 8. Kup (gelb Gurt) bis zum 5. Kup (grün-blau Gurt) Rüber zieht. Die zweite Gruppe nennt sich LK1 „Leistungs klasse1“ und gehört zu den Fortgeschrittenen. Die Fortgeschrittenen Kämpfer/Wettkämpfer sind die, die vom 4. Kup (blau Gurt) bis zum 1. Kup (rot-schwarz Gurt) und vom ab dem ersten Dan (schwarz Gurt) und darüber hinaus Folgen gehören

Kampfausrüstung

Für den Wettkampf gibt es eine spezielle Kampfausrüstung. Die Kampfausrüstung besteht aus einer Schutzweste, die den Bauchbereich und den Brustbereich umringt. Hinzu kommt der Kopfschutz, der den Kopf umhüllt. Dazu muss der Tiefschutz getragen werden wie Frauen, als auch bei Männern. Dann gibt es die Ellenbogen und Schienbeinschoner, die Handschuhe müssen auch getragen werden und Pflicht ist der Mundschutz. Für Kinder bis zur Jugend C/D Klasse (Kinder von 5-10 Jahren) gehören ist es Pflicht, in jedem Wettkampf Spannschoner zu tragen, dass die Oberfläche des Fußen schützt. Ab Jugend B (Jugendliche von 11-13 Jahren) und Jugend A (Jugendliche von 14-17 Jahren) kommt es auf die Vorschriften des Turniers an. Auf speziellen A-Klassen Turnieren, bei Zensor bedingten Elektroschutzwesten, bekommt man spezielle Zensorspannschoner. Dasselbe gilt ebenfalls auch für die Erwachsenen +18. Zensor bedingte Kampfwesten reagieren auf einen Schlag der an die Weste ausgelöst wird und die Kampfweste darauf reagiert und wenn die bestimmte Schlagkraft erreicht wurde (Alter bedingt), bekommt man einen Punkt. Jegliche Art von Schmuck muss beseitigt werden oder/und ausgezogen werden.

Der Pomsae / Form lauf / (hinzukommende Erklärung/Details):

Der Pomsae ist ein Kampf aus mehreren zusammen gesetzten Bewegungen. In der Form kämpft man gegen vier Imaginären Gegnern und man übt saubere Stellungen und Techniken. Es gibt neun Pomsen zu jedem weiteren Gurt und Prüfung.

  1. Kreuzform  Ulgul/Montom/Block – (Gelb) 8. Kup
  2. Taeguk-Il-Jang (Keon) – (gelb-grün) 7. Kup – Anfang der Entstehung aller Dinge im Universum
  3. Taeguk-I-Jang ( Tae) – (grün) 6. Kup – Festigkeit des Geistes und die Weichheit des Körpers
  4. Taeguk-Sam-Jang (Ri) – (grün-blau) 5. Kup – Hitze und Lichtmut
  5. Taeguk-Sa-Jang (Jin) – (blau) 4. Kup – Sturm
  6. Taeguk-Oh-Jang (Seon) – (blau-rot) 3. Kup – Wind (mächtige Kraft, aber auch Ruhe)
  7. Taeguk-Yuk-Jang (Gam) – (rot) 2. Kup – Wasser (unaufhörliches Fließen und Weichheit)
  8. Taeguk-Chil-Jang (Gan) – (rot-schwarz) 1. Kup – Berg (Überlegenheit und Festigkeit)
  9. Taeguk –Pal-Jang (Gon) – (schwarz) Der erste Dan – Erde (Wurzeln und Besiedlung, sowie der Anfang und das Ende)

Bruchtest

Der Bruchtest wird in der Prüfung ab dem blauen Gurt benötigt. Die Maße eines Bretts beträgt 30 x 30. Bei männlichen Personen unter 13 Jahren ist das Brett 1cm breit. Von 13-16 Jahren sind es 2cm. Wenn man bei einer Prüfung ein Brett von drei Versuchen nicht durchbricht, ist man durchgefallen.

Selbstverteidigung

In der Selbstverteidigung lernt man, wie man sich gegen die Angriffe wehrt von z.B. Würgegriffen, Messer oder auch Stockschlägen. Es gibt Passive und Aktive Mittel. Passive sind das entkommen vor Menschen, die dir etwas Schlechtes tun möchten und Aktive Mittel sind, wenn man keinerlei Möglichkeit hat sich ohne zu verletzen zu entkommen, mit Techniken zu befreien bzw. entkommen